Archiv für Oktober 2008

Fragen an das Twitterland

„Warum twittern Menschen überhaupt? Welche Tools verwendet man und warum? Wieso machen Firmen das? Muß es immer Twitter sein?“

Fragen wie diese kommen immer wieder auf wenn man mit (noch nicht) Twitter-Begeisterten redet. Und am besten überzeugen – und inspirieren – in solchen Fällen die Meinungen und Geschichten von anderen.

In dieser Serie veröffentlichen wir über die nächsten Wochen eine Handvoll von Fragen und würden uns freuen, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen, bei einer dieser Fragen zu mitzuhelfen.

(Bei Antworten bis zum 26. Oktober besteht noch die Chance, auch im Buch mit abgedruckt zu werden!)

Bereits erschienen:

Und vergessen Sie nicht, Ihren Twitterlink hinzuzufügen! :)

Lieblingstools und Dienste

Aus der Reihe „Fragen an das Twitterland„: Was sind Ihre Lieblinge?

Ob Bilder veröfentlichen via Twitpic, Ortsangabe via Iphone oder direkt Aufgaben von Twitter an Tools wie Remember The Milk senden. Ausprobieren kann man vieles, aber man bleibt nur bei wenigen Dingen hängen.

Schaut man sich den Stream Twitterern an, so scheint vor allem Twitpic ein heisser Favorit zu sein. Welches sind Ihre Lieblingsanwendungen und Dienste, und warum?

Faszination Twitter

Aus der Reihe „Fragen an das Twitterland„: was macht für Sie die Faszination von Twitter aus? Was hat Sie schließlich davon überzeugt mit dem Twittern anzufangen – oder es vielleicht auch wiederzuentdecken, wie zum Beispiel unetn Thomas Knüwer (@tknuewer).

Ich selber (@nicolesimon) habe Twitter lange wiederstanden. Ich wollte nicht noch einen Dienst, vor allem nicht, weil Twitter eigentlich nichts anderes ist als ein Chat-Client mit weniger Funktionen. Es war auf der Lift, im Februar 2007, als ich dem „Gruppendruck“ nicht mehr wiederstehen konnte, genauer der Tatsache daß alle anderen besser informiert waren als ich. Welche Session war gerade gut oder wo man sich später zur Party treffen würde. Schnelle, effiziente Kommunikation, gleichzeitig per Mail, SMS, Anruf – und eben Tweets und Direkt Messages.

Ich fühlte mich wie ein Dinosaurier, die einzige ohne Internetanschluß in einer Welt von Digital Natives. Seitdem nutze ich es bevorzugt wenn ich unterwegs bin, und ärgere mich jedesmal wenn ich keinen Internetzugang im Ausland habe. Kein Internet bedeutet kein Twitter, bedeutet kein Zugang zu Informationen und mehr. Wie ich immer wieder gerne das reale Leben mit der Internetnutzung vergleiche – ja, man kann in den Urlaub fahren und dort ganz rustikal ohne Warmwasser leben. Aber warum sollte man? Twitter ist inzwischen unersetztlich für mich, und das ist okay so.

Und hilfreich dazu. Als bei der Fußball-Europemeisterschaft im Halbfinale das Bild ausfiel befand ich mich gerade in Dänemark. Während die deutschen Fans noch lautstark sich über das dänische Fernsehen mokierten, konnten ich und meine ebenfalls anwesenden Twitterfreunde schnell recherchieren, daß dieser Bildausfall nicht nur Dänemark betraf. „Kein Bild in Deutschland, keines in Österreich, keines in der Schweiz … nein der Stream in den USA hat auch kein Bild. Ãœbrigens, Tor!“ wurde ungläubig kommentiert mit „Das Bild ist 5 min weg und Du bekommst SMS aus aller Welt?!“.

Für viele ist die Nutzung nicht durchgehend, manche legen auch eine Pause ein. Das ist vollkommen in Ordnung, denn schließlich ist Twitter für die meisten kein Job für den man bezahlt wird, sondern in den meisten Fällen ein Privatvergnügen. Schön ist es, wenn jemand zurückkommt und dann auch noch darüber schreibt warum er wieder zurückgekommen ist, wie zum Beispiel Thomas Knüwer (@tknuewer):

Bekenntnis eines Twitter-Konvertiten

Hiermit gestehe ich meine größte Fehleinschätzung dieses Jahres ein.

Ich war zu vorschnell. Im März schrieb ich für das gedruckte Blatt einen Artikel über Twitter. Es war eine eher spöttische Betrachtung des Kurznachrichtendienstes, der zu dieser Zeit gerade einen Boom erlebte und gerade das neue heiße Ding im Web war.

Etwas über ein halbes Jahr später geht es mir wie Adam Engst bei Tidbits: Ich habe die Seiten gewechselt, ich nutze Twitter, ich mag Twitter.

(weiterlesen …)

Und Sie? Was ist Ihre Twitter-Einsteigergeschichte oder die Gelegenheit wo Sie gesagt haben „jap. Das ist anders dank Twitter“?

Anwendungen – Made in Germany

Aus der Reihe „Fragen an das Twitterland„: Die meisten Anwendungen rund um Twitter kommen aus dem Ausland, aber uch in Deutschland gibt es Entwickler, die mit und rund um Twitter etwas anstellen – und damit sind nicht die endlosen Twitterclones gemeint.

Vorteile von Anwendungen aus der Heimat liegen auf der Hand: Die Macher wissen um Probleme wie Umlaute und andere Besonderheiten.

Twibble ist ein AIR Desktop-Applikation und eine mobile Anwendung mit GPS tagging, geschaffen von Thilo Horstmann (@twibble)

twibble

twibble ist eine Erweiterung von twitter, die nicht nur die Frage „Was machst Du gerade?“ sondern auch die Frage „Wo bist Du gerade?“ beantwortet. Typische ortsbezogene tweets sind z.B. „Ich sitze in der Kneipe, wer hat Lust zu kommen?“ oder „Ich bin gerade in Rom auf der Spanische Treppe, cool!“ Der Aufenthaltsort wird von twibble an den tweet angefügt und den Freunden in einer Karte angezeigt.

Das funktioniert nicht nur über eine PC-Anwendung  sondern vor allem auch auf mobilen Endgeräten. Besonders nützlich wird twibble, wenn moderne Handys mit GPS genutzt werden. Falls vom Benutzer gewünscht, kann so der exakte Aufenthaltsort automatisch von twibble versendet und beim Empfänger angezeigt werden. Daneben bietet twibble natürlich alle anderen wichtigen Funktionen von twitter.

twibble wird nicht nur privat genutzt. Besonders eindrucksvoll war die BBC-Berichterstattung der Olympischen Spiele. Sport-Reporter der BBC haben twibble auf ihren Handys installiert und vor Ort die neusten Meldungen per Handy verschickt. Der augenblickliche Aufenthaltsort der Reporter wurde von twibble automatisch an die Meldung angefügt. Auf der Web-Site der BBC zu den Olympischen Spielen wurden diese Nachrichten dann in einer Karte angezeigt:

Twittern Sie schon oder bloggen Sie noch?

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Wenige Tools haben die Web 2.0 Szene so im Sturm erobert wie die Mikroblogging-Plattform Twitter. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Organisationen, Firmen und sogar amerikanische Präsidentschaftskandidaten nutzen sie für Kommunikation, Marketing, PR und Kundenbindung. Für Millionen von Nutzern ist Twitter inzwischen weitaus mehr als nur 140 Zeichen pro Nachricht: Es ist primärer Kommunikationsweg und zentraler Bestandteil hunderter nützlicher Applikationen und unterhaltsamer Mashups.

„Twitter – Mit 140 Zeichen zum Web 2.0“ hilft Ihnen von den ersten Schritten bis hin zur professionellen Nutzung dieses Dienstes. Sie lernen wichtige Programme und Anwendungen zu Twitter ebenso kennen wie erfolgreiche Strategien und Firmenprojekte rund um diese neue Kommunikations-Plattform. Zahlreiche Einsatzbeispiele und Interviews geben einen gründlichen Einblick, bieten viele Anregungen für die eigene Nutzung und zeigen Ihnen, was Twitter so besonders macht.

cover-twitterbuch-ebook
Informationen zum Buch:
< ! -- http://mit140zeichen.de/twitterbuch-inhaltsverzeichnis-kapitelubersicht-103 -->

Rezensionen:

Natürlich freuen wir uns, wenn unser Buch regelmäßig als ein Grundlagenwerk bezeichnet wird – das Standardwerk ist es sowieso, denn es gibt auf Deutsch kein vergleichbares Buch ;). „Für Neulinge der perfekte Einstieg mit Erläuterungen und praktischen Tipps, und auch Fortgeschrittene können etwas lernen“ stimmt genauso wie der Hinweis auf die fehlende Vertiefung des mobilen Twitterns.

(Haben Sie eine Rezension geschrieben? Gerne verlinken wir auf Sie.)

Produktinformation
Twitter – Mit 140 Zeichen zum Web 2.0
Nicole Simon, Nikolaus Bernhardt

Broschiert, 235 Seiten
Open Source Press
ISBN-10: 3937514740
ISBN-13: 978-3937514741

Preis: 19,90 Euro

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